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Defibrillator gespendet

13.02.2019

Im Bild: v.l. Schulleiter Berthold Löser, Julia Schnaus (ESN), Anna Stadelmann (Sparkasse), Peter Saam (ELSO)

Foto ( Heribert Jäger)

Firmen spendeten Defi für die Mittelschule Hofheim

Manchmal entscheiden Minuten über Leben und Tod. Herzkammerflimmern, das zum Herzstillstand und damit innerhalb weniger Minuten zum Tod führt, ist tödlich, wenn es nicht unterbrochen wird. Man spricht von einem plötzlichen Herztod, an dem in Deutschland jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen versterben. Das sind doppelt bis dreimal so viele wie bei Verkehrsunfällen.

An der Mittelschule Hofheim gibt es momentan zwei herzkranke Schüler. So kam bei der Schulleitung der Gedanke auf einen Defibrillator anzuschaffen. Drei Sponsoren fanden sich bereit für die Finanzierung: Die Sparkasse Schweinfurt-Hassberge, die Firma ESN Deutsche Tischtennis Technologie Hofheim und der Partnerbetrieb der Mittelschule, die Firma ELSO Antriebstechnik aus Hofheim. Dank dieser Spenden konnte ein Lifepak 100 gekauft werden. Zugänglich für alle ist er vor dem Sekretariat der Mittelschule im ersten Stock angebracht.

Warum ein Defibrillator? Zum Unterbrechen von lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen eignen sich Elektroschocks. Sie sorgen im Herzen zunächst einmal für Ruhe, indem sie alle Erregungen unterbrechen. Dadurch hat das Herz die Chance, wieder einen geordneten Herzschlag zu beginnen. Und genau das macht der „Defi“, wie der Defibrillator im Rettungsjargon heißt. Voraussetzung für den Erfolg der Schockbehandlung ist der rechtzeitige Einsatz des Defibrillators. Auch in der Schule kommt es auf jede Minute an, wenn bei Schülerinnen und Schülern oder bei Besuchern der Schule der Notfall eintritt.

Entscheidend ist nicht nur, dass im entsprechenden Moment ein Defibrillator zur Hand ist, sondern auch, dass es jemanden gibt, der ihn fachgerecht bedienen kann. Daher fand an der Grund- und Mittelschule Hofheim ein Einführungskurs für die Lehrkräfte statt. Rettungssanitäter Wolfgang Amend, der ehemals an der Schule arbeitete, leitete den Kurs, damit alle wissen, wie man bei der Defibrillation vorgehen soll. Das Gerät ist nach dem Einschalten selbsterklärend. Auch die eingewiesenen Schulsanitäter könnten es bedienen. Per Sprachausgabe gibt das Gerät dem Benutzer genaue Anweisungen, was zu tun ist. Es fordert den Benutzer auf, die zwei Klebeelektroden am Patienten anzubringen. Dann misst es selbständig die Herzströme, wertet aus und zeigt dementsprechend an, ob ein Elektroschock nötig ist. Passend gibt es dem Benutzer weitere Anweisungen. Er kann dann den Elektroschock über einen Knopfdruck auslösen. Parallel dazu soll in jedem Fall die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt und natürlich der Notruf abgesetzt werden.

Brauchen wir den Defi wirklich an der Schule? Die Antwort kann nur lauten: Hoffentlich nicht.

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Defibrillator gespendet